Twitter on sidux

Spätestens dann, wenn man zum x-ten Male auf der Twitter-Homepage den netten Hinweis erhält, dass das Gezwitscher die Server in die Knie zwingt, reift der Gedanke sich endlich mal mit einem Twitter-Client zu beschäftigen.

Nach einigen Kurz-Tests blieben mit Spaz und twhirl zwei Clients übrig, die hier auf dem sidux - System näher unter die Lupe genommen wurden.

Spaz
Spaz ist ein Open-Source Twitter-Client der, basierend auf AIR, auf Mac, Windows und Linux - System läuft. Spaz bringt von Hause aus die Tools mit, die das Twitterer-Leben erleichtern. So lassen sich Followers ebenso gesondert auflisten, wie diejenigen, die verfolgt werden. Um versendete URLs zu kürzen, stehen mehrere Short-URL-Dienste zur Verfügung und wem das Design nicht gefällt, der kann sich mittels CSS recht einfach sein eigenes erstellen.
http://funkatron.com/spaz

twhirl
twhirl basiert ebenfalls auf Adobe AIR und unterstützt offiziell Mac und Windows Systeme. Sei es die Vergesslichkeit bei mehreren Nutzeraccounts oder die Tatsache, dass es nicht das Linux-System gibt, den Client unter sidux zum Laufen zu bringen ist kein Hexenwerk.
Vom Funktionsumfang her integriert twihrl oben genannte Funktionen und sattelt noch ein paar Features drauf. So ist die Möglichkeit Bilder via Twitpic zu verteilen ebenso Bestandteil das Clients, wie eine Tweet-Suchfunktion.
http://www.twhirl.org/

Licht und Schatten im Einsatz
Beide Clients lassen sich ohne Probleme direkt von der Homepage aus installieren. Alternativ kann diese auch händisch geschehen, dann wird allerdings der Zwischenschritt der eigenständigen Installation von AIR nötig.
Nach der Eingabe der Nutzerdaten kann es mit dem Twittern losgehen und die Clients erleichtern den Zwitscher-Alltag.
Aber wo Licht, da findet sich bekanntlich auch Schatten.

Spaz begrüßt auf dem Hauptsystem hin und wieder mit absoluter Dunkelheit, sprich das Programm als solches will einfach nicht starten. Nutzt man Spaz als Client für mehrere Microblogging-Dienste, so ist eine Konfiguration a la "Von Hinten durch die Brust direkt ins Auge" nötig. Spaz unterstützt in der jetzigen Version nur einen Account, wahlweise Twitter oder Identi.ca (wobei beim Connect erstmal eine Fehlermeldung seitens des Servers ausgegeben wird, die allerdings ignorieren werden kann). Füttert man via Identi.ca nun Twitter und nutzt die in Spaz integrierte Ping.fm-Schnittstelle, so lässt sich diese Beschränkung ein Stück weit umgehen.

twihrl hingegen glänzt mit Vergesslichkeit bei Zweit- oder Dritt-Accounts. Während die Daten für den Hauptaccount erhalten bleiben, müssen weitere Accounts immer wieder neu angelegt und konfiguriert werden.

Fazit
Für die hier im Alltag genutzten Funktionen und unter Anbetracht von Licht und Schatten, läuft es auf ein Unentschieden hinaus und der Einsatz wird zur Geschmackssache.
Ich für meinen Geschmack ziehe zur Zeit die Vergesslichkeit der Dunkelheit vor, da die Verwaltung mehrerer Accounts ohne Zwischenschaltung eines Zusatzdienstes einfacher von der Hand geht.

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