Ein Gespenst geht um in Europa ...

... und nicht nur hier

Ob man sich nun in der Blogossphäre umschaut oder die neuesten Nachrichten der gängigen Leitmedien verfolgt, die Netzwelt wartet gebannt auf die neueste Veröffentlichung aus dem Hause Google. "Chrome", so der Name jenes Tools, steht in den Startlöchern und soll um 21Uhr unserer Zeit das Licht der Welt erblicken.

Mit "Chrome" liefert Google eines der, neben dem Betriebssystem, wohl am häufigsten genutzten Tools: einen Browser.

Der Google Browser präsentiert sich also, nach dem sich um ihn, ebenso wie um ein eigenes Google Betriebssystem, in der Vergangenheit so einige Mythen rankten, heute der Öffentlichkeit.
Angesichts der Marktmacht von Google, ist es de facto nur eine Frage der Zeit, bis Chrome sich neben den bewährten Browsern auf dem Markt etabliert.
Bedenkt man nun aber die Position von Google und die Tatsache, dass Google über die letzten Jahre die Entwicklungen der Mozilla Foundation mitfinanziert hat, so drängt sich unweigerlich die Frage auf, in wie weit eine Art "Browser War - Part 2", zwischen den finanziellen Schwergewichten Google und Microsoft, sich auf die Entwicklungen auf dem Browsermarkt auswirkt.
Firefox hat einige Jahre gebraucht, um sich ein gutes Stück weit zu etablieren und Opera freut sich, trotz technisch gut durchdachten Lösungen und immer wieder innovativen Ideen, in erster Linie einer breiten Beliebtheit auf mobilen Geräten. Im Desktop-Bereich findet der Browser aus Norwegen, ebenso wie Safari auf dem Mac, eher Beachtung bei einer kleineren Schar treuer Anhänger.

Der bekanntgewordene Funktionsumfang des Browsers (SandboxTabbed Browsing, Private Session, Quicklinks), liest sich wie eine Sammlung der neuesten Ideen aller anderen Browser in ihren jetzigen Beta-Versionen. Und nicht zu letzt ist Google bereits im Vorfeld bemüht etwaige Bedenken zu zerstreuen und präsentiert den Browser als Open Source Software.
Geht die Rechnung auf, ist Google im Onlinebereich auf dem besten Wege das zu werden, was Microsoft lange Jahre erfolgreich mit Windwos als Betriebssystem vorgemacht hat, ein Quasi-Monopolist, neben dem in verschiedenen Nischen der eine oder andere Anbieter ein Produkt für eine kleine Gruppe von Anhängern bietet.
In wie weit man nun seine gesamten Onlineaktivitäten, wie Browsen via Chrome, Kommunikation über Google Mail oder Terminplanung über Google Kalender, in die Hände eines einzigen Anbieters legen möchte, muss jetzt, wie in Zukunft, jeder für sich selbst entscheiden.

http://www.google.com/chrome (Download Beta-Version für Win - weitere Plattformen sollen folgen)

Ursprünglich angeregt durch:
http://www.techcrunch.com/2008/09/01/meet-chrome-googles-windows-killer/
http://www.basicthinking.de/blog/2008/09/02/googles-browser-chrome/

Mittlerweile aber auf allen Kanälen zu lesen

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