Befreiphone - Erfolgreiches Marketing

Mit Befreiphone am heutigen Tage um 22 Uhr bei Google auf Platz 1 gelistet werden und dann ein solches als Gewinn abstauben. So die Aufgabe eines kleinen Wettbewerbs, der in den letzten Tagen im deutschsprachigen Internet für einiges an Aufsehen sorgte.
Hinter dem Befreiphone "versteckt" sich ein "befreites" iPhone 3G in weiß, das ohne Simlock verlost wird. Der glückliche Gewinner kann sich also bei der Nutzung seines "Befreiphone" frei entscheiden, welchen Mobilfunkanbieter er wählen möchte und ist nicht an T-Mobile gebunden, die das iPhone in Deutschland exklusiv vertreiben.
Mal ganz abgesehen davon, wer heute Abend nun das Rennen um das Befreiphone macht, die Aktion zeigt auf alle Fälle, wie eine erfolgreiche Marketingaktionen initiiert werden kann, wenn das Umfeld und die einzelnen Protagonisten stimmen.

Die Blogosspähre, wenn man sie mal so nennen mag, sowie Firmen und einzelne Akteure, die sich mit den Strukturen des Marketings im Internet beschäftigen und zum Teil als SEOs ihr Geld verdienen, sind auf alle Fälle sehr hilfreich, wenn es darum geht bestimmte Artikel und Stichwörter ganz oben bei Google erscheinen zu lassen. In eben diesem Umfeld wurde der Wettbewerb ausgerufen und das nicht irgendwo im stillen Kämmerlein, sondern auf Seiten, deren Leser- und Hörerschaft sich explizit mit der Thematik des Suchmaschinenmarketings beschäftigen. (einen ähnlichen SEO-Wettbewerb, wenn auch ohne Sachgewinn, hatte die Zeitschrift c't 2005 ins Leben gerufen und mit der Jagd auf die "Hommingberger Gepardenforelle" für Schlagzeilen gesorgt)

Die Wahl des passenden Gewinns ist bei einer solchen Aktion nicht zu vernachlässigen, um der entsprechenden Zielgruppe des Wettbewerbs einen Anreiz zu geben. Das iPhone 3G ist bekanntlich eines der Gadgets, das u.a. in einer technikaffinen Zielgruppe recht weit oben auf der Wunschliste steht. Es kann so einiges, was andere Mobilfunkgeräte zwar auch können, sieht dazu aber noch stylisch aus und wird in gewohnter Apple-Manier als Must-Have-Lifestyle-Artikel beworben. Eins der Hauptmankos für so einige Interessenten dürfte sein, dass das iPhone in Deutschland exklusiv von T-Mobile vertrieben wird und dadurch an die entsprechenden Verträge gebunden. Da kommt ein befreites iPhone, das ohne Simlock die Wahl des Mobilfunkabieters erlaubt, als Gewinn natürlich gerade recht.

Da bei dem Wettbewerb nicht nur versucht wurde die eigenen Seiten zu pushen, sondern auch kräftig auf die Sponsoren des Hauptgewinns verlinkt wurde, dürfte sich der Bekanntheitsgrad eben dieser Seiten nach der Aktion um einiges gesteigert haben.
Selbst die Autoren einer bekannten deutschen Tageszeitung mit vier GROßBUCHSTABEN, ließen es sich z.B. nicht nehmen am Wettbewerb teilzunehmen und packten diesen in einen redaktionellen Beitrag, mit der Bitte um Beachtung und Backlinks.
Bedenkt man, welche Summen andere Firmen in Werbung oder ins Product-Placement investieren, so sind die hier anfallenden Investitionskosten vergleichbar gering und das bei einer vergleichbar hohen Trefferquote in einem relevanten Zielgruppe.
Für die Streuung in die Breite, sorgten die Veranstalter im Nachhinein auch noch, in dem sie ein zweites Befreiphone für die Medien in die Runde warfen. Entscheidend für den Gewinn dieses zweiten iPhones 3G, diesmal in schwarz, ist die Platzierung des Befreiphones in einem TV- oder Rundfunkbeitrag. Hier darf man gespannt sein welche Einfälle die Teilnehmer hatten, um sich, bzw. den Begriff "Befreiphone" zu vermarkten.

Angeregt durch: Das Rauschen im WWW.
Der aktuelle Stand des Wettbewerbs kann auf den SISTRIX Seiten abgerufen werden. http://office.sistrix.com/befreiphone/

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